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Nationale Strategien

Jedes Land und jede Regierung steht in der moralischen Pflicht, nicht nur für die Sicherheit des eigenen Volkes zu sorgen, sondern im eigenen Land auch die Armut zu bekämpfen und ein gewisses Maß an sozialem Ausgleich zu ermöglichen. Die Armen im Land brauchen die besondere Aufmerksamkeit ihrer Regierungen, damit sie nicht abgekoppelt werden von wirtschaftlichen oder anderen Entwicklungen des Landes, sondern einbezogen werden in Maßnahmen zur Verbesserung von Infrastrukturen, der Gesundheitssysteme, Bildungssysteme oder anderer Maßnahmen, die geeignet sind, den Menschen eine Chance zu geben, sich aus bitterer Armut zu befreien.

Die Erkenntnis, dass die Länder diese moralische Pflicht haben, hat sich noch nicht bei allen Regierungen durchgesetzt, aber der Druck von außen ist da, denn wenn Entwicklungsländer für ihre Entwicklung internationale Kredite wünschen, erhalten sie diese heute fast nur noch unter dem Vorbehalt, dass sie die Armut im eigenen Land bekämpfen. Diesem Ziel dienen die so genannten Poverty Reduction Strategy Papers, die insbesondere die hoch verschuldeten armen Länder zu entwickeln genötigt sind, um ihre internationale Kreditwürdigkeit wiederzugewinnen und in den Genuss einer Entschuldung zu kommen.

Um die moralische Verantwortung wahrzunehmen, den Armen und Unterdrückten im eigenen Land zu helfen, bedarf es Regierungen, die unbestechlich sind, um die richtigen Prioritäten zu setzen und ihrem Volk zu dienen, statt es auszubeuten. Darum spielt auch das Konzept von „guter Regierungsführung“ (good governance) eine wichtige Rolle, das hier auch besprochen wird.

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Der PRSP-Prozess
Good Governance
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