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Umweltschutz

Armutsbekämpfung und Umweltschutz müssen heute mehr denn je Hand in Hand gehen. Armutsbekämpfung muss auf einer gesunden Umwelt aufbauen. Wir dürfen bei der Armutsbekämpfung nicht auf dem ökologischen Auge blind sein; es kann nicht angehen, dass wir mit der linken Hand einreißen, was wir mit der rechten Hand aufbauen. Beispielsweise geht eine positive Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit und Selbstversorgung oft mit einem erhöhten Energiebedarf einher, der aber dann nicht mit umweltschädigenden Energiequellen abgedeckt werden sollte, sondern mit „grüner Energie“. Unter grüner Energie verstehen wir etwa Solarenergie oder Hydroenergie, wobei es auch fragwürdige Beispiele von Hydroenergie gibt, wenn etwa riesige Staudämme riesige Gebiete überfluten. Schädlich ist es, wenn gerade die Armen ganze Wälder abholzen, um kochen und heizen zu können. Damit tragen sie zur Zerstörung ihres eigenen Lebensraumes bei. Armutsbekämpfung ist nur dann nachhaltig, wenn die Armen von ihrem Ökosystem profitieren können, ohne es selbst zu zerstören. Mit der Verbreitung Energie sparender Öfen, aber auch mit Wiederaufforstung und Erosionsschutzwällen sowie Schulungen in Landwirtschaftsmethoden, die die Artenvielfalt fördern, kann man versuchen, diese vielleicht größte Herausforderung unseres Jahrhunderts zu meistern. Die Bekämpfung der Armut darf nicht auf Kosten der Umwelt geschehen, und der Klimaschutz nicht auf Kosten der Armen. Eine ökologische Entwicklung ist eine Investition nicht nur in unser aller Zukunft, sondern gerade auch in die Zukunft der Armen. Wenn Entwicklungsprojekte den Klimaschutz außer Acht lassen, sind es vor allem die Armen, die dafür den Preis zahlen müssen. Darum ist eine gute Verzahnung von Armutsbekämpfung und Klimaschutz dringend geboten.

Umwelt und Umweltschutz

Umwelt im Sinne der Ökologie bezeichnet die Natur und die Gesamtheit der auf die Natur einwirkenden Einflüsse und Faktoren, die dazu führen können, das ökologische Gleichgewicht der Natur zu stören und zu bedrohen. Umweltschutz bezeichnet das Bemühen, die Umwelt vor schädlichen Einflüssen zu schützen, um dieses Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Bei diesen Einflüssen geht es um akute Naturkatastrophen wie Erdbebeben, Vulkanausbrüche, Dürreperioden, Überschwemmungen usw., aber auch um schleichende Veränderungen wie die Erwärmung des Klimas, die Verschmutzung der Atmosphäre, das Artensterben, die Abholzung der Urwälder, die Wüstenwanderung, das Waldsterben usw.

Umweltschäden

Unter Umweltschäden verstehen wir die negativen Einflüsse, die vor allem der Mensch auf die Natur, d.h. auf seine Umwelt, ausgeübt hat und ausübt. Umweltschäden haben mit der enormen Verbreitung und dem Bevölkerungswachstum des Menschen zu tun, der in der Vergangenheit zahlreiche Tierarten gejagt und ausgerottet hat (wie das Mammuth oder die vielen heute bedrohten Spezies wie die Wale), große Teile der Sahara und der Sahelzone buchstäblich verwüstet hat, riesige Wälder – etwa rund ums Mittelmeer oder auch in Zentraleuropa – abgeholzt hat. In neuerer Zeit verursacht der Mensch Klimaschäden durch den Ausstoß von Treibhausgasen und CO² mit der Folge von langfristigen Klimaerwärmungen. Auch ein Meltdown wie in Tschernobyl gehört zu den Umweltschäden.

Die Gefahr solcher Umweltschäden sind nicht hoch genug einzuschätzen. Weil die Umwelt, also das Ökosystem der Natur, ein holistisches Ganzes ist, bei dem viele Faktoren ineinandergreifen und aufeinander angewiesen sind, könnte es – bei einem gewissen Grad der Belastung, den wir nicht kennen – zu dramatischen Folgen kommen. Wenn beispielsweise gewisse Tierarten – wie etwa die Biene – plötzlich aussterben (wie 2006/2007 offenbar in Nordamerika), kann es sein, dass über kurz oder lang auch der Mensch ausstirbt, weil große Teile der Vegetation, auf die Mensch und Tier angewiesen sind, von der Bestäubung durch die Bienen abhängig sind.


Weiterführende Links:

Infos zu Poverty and Pollution:
OurPlanet.com: "At a glance: Poverty" (englisch)

Internetseite der United Nations Environment Programme:
UNEP.org (englisch)

BBC-Artikel über Klima-Opfer in Bangladesch:
"Climate fears for Bangladesh's future" (englisch)

BBC-Artikel über zukünftige Überflutungen in Bangladesch:
"Flooded future looms for Bangladesh" (englisch)

Diverse Spiegel-Artikel zu Klima und Umwelt:
Suchbegriff Klima und Umwelt

Spiegel-Artikel über zukünftige Hitzerekorde:
"Klimaforscher prophezeien Hitzerekorde in Serie"
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