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HIV/AIDS-Bekämpfung

Obwohl HIV und AIDS zu den Infektionskrankheiten gerechnet werden, wird diese Seuche hier gesondert behandelt – wegen ihrer globalen Bedrohung und ihrer rapiden Ausbreitung. Mehr als 60 Millionen Menschen wurden bereits mit dem Virus infiziert, rund ein Drittel davon sind bereits gestorben. Zurzeit leben etwa 40 Millionen mit HIV und AIDS, nahezu die Hälfte davon Frauen, und mehr als 2 Millionen davon sind Kinder. Jedes Jahr infizieren sich weitere 3-4 Millionen Menschen neu an dieser Krankheit. Das Gefährliche: HIV und AIDS halten nicht mit lautem Getrommel Einzug, sondern kommen auf leisen Sohlen daher, verbreiten sich meist unbemerkt und zunächst, ohne Schrecken und Schock hervorzurufen. Die Seuche verharrt lange in Wartestellung, um sich über Jahre unbemerkt zu verbreiten, bevor sie zuschlägt und ihr mörderisches Werk unaufhaltsam vollendet. Obwohl tödlich, bleibt sie oft unerkannt und lässt ich sogar noch im Tode leugnen. Auf den Totenscheinen ihrer Opfer erscheint als Ursache nur selten das Wort „AIDS“.

HIV und AIDS sind eine Folge von Armut und Unwissenheit, aber auch eine der Ursachen für eine neue Armut gerade in Afrika, die sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Wer an HIV/AIDS erkrankt ist und nicht behandelt wird, kann bald nicht mehr arbeiten, nicht den Lebensunterhalt verdienen, seine Familie nicht ernähren, stirbt viel zu früh und hinterlässt oft eine ganze Schar von Kindern, die für sich selbst sorgen müssen. Der Zusammenhang zwischen Armut und HIV/AIDS-Prävalenz ist gut dokumentiert, so dass die Bekämpfung von HIV und AIDS ein wichtiger Bestandteil der Armutsbekämpfung geworden ist.

Zu den Maßnahmen der HIV/AIDS-Bekämpfung, die im Rahmen der Armutsbekämpfung relevant sind, gehören u.a.:

  • Aufklärung in und außerhalb der Schulen,
  • Behandlung von HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Patienten,
  • Verfügbarmachung von antiretroviraler Therapie,
  • Hygienemaßnahmen und Blutsicherheit,
  • soziale Versorgung von Infizierten, Patienten und Hinterbliebenen,
  • Mobilisierung von Kommunen, Kirchen und Behörden,
  • Verfügbarmachung und Finanzierung von AIDS-Tests
  • psychosoziale Betreuung von Betroffenen,
  • Verfügbarmachung von Kondomen und Aufklärung über deren Nutzung,
  • Kampf gegen Stigmatisierung und Diskriminierung,
  • Behandlung von Sekundärkrankheiten wie TB,
  • Aufklärung bzgl. und ggf. Abschaffung gefährlicher traditioneller Praktiken (wie Mädchenbeschneidung),
  • Aufklärung für Prostituierte und das Angebot, alternative Einkommensquellen zu erschließen,
  • Fürsorge für Waisen und gefährdeten Kindern in einer Welt mit AIDS, deren Vermittlung an Ersatzfamilien sowie die Betreuung kindgeführter Haushalte..

Siehe auch:
HIV und AIDS
Waisen in einer Welt mit AIDS


Weiterführende Links

Eine ungewöhnliche Ausstellung zum Thema HIV/AIDS:
World Vision Experience: AIDS (englisch)

Hier werden Sie auf eine bewegende Reise mitgenommen, die Sie nicht unberührt lassen wird:
World Vision Experience: Begin your Journey (englisch)

Die Internetseite des Aktionsbündnisses gegen AIDS mit vielen Informationen zum Thema.
Aktionsbündnis gegen AIDS

Eine sehr informative Internetseite zum Thema Waisen in einer Welt mit HIV/AIDS:
Trotz AIDS - Gib den Kindern eine Chance

Webseite der deutschen Präventionskampagne „Gib AIDS keine Chance“:
Gib Aids keine Chance


Die Internetseiten der Deutschen AIDS-Hilfe
Deutsche AIDS-Hilfe

Informationen über die „International Community of Women Living with HIV/AIDS”:
ICW.org (englisch)

Die Webseite von UNAIDS:
UN AIDS (englisch)

Die Internetseite von „Global Network of People living with HIV/AIDS”:
GNP Plus (englisch)

Die Seiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu HIV/AIDS:
WHO: HIV/ AIDS (englisch)

UNESCO-Informationen zu HIV/AIDS:
UNESCO HIV- and AIDS-related publications (englisch)

Alle Organisationen, die sich mit HIV/AIDS befassen, geordnet nach Regionen und Arbeitsbereichen:
NAM aidsmap - HIV & AIDS - sharing knowledge, changing lives (englisch)
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