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Soziale Ausgrenzung

Soziale Ausgrenzung wird definiert als „Ausschluss von gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten: als Marginalisierung am Arbeitsmarkt verbunden mit gesellschaftlicher Isolation oder allgemeiner als Vorgang eines kumulativen Ausschlusses von Personen aus einer Mehrzahl unterschiedlicher, für die Lebensführung relevanter Funktionsbereiche der Gesellschaft“. Dabei hat soziale Ausgrenzung – wie auch Armut – häufig individuelle wie gesellschaftliche Ursachen.

Als Ursachen werden genannt:

• Mangel an Geld, um Konsumstil der Mittelschichten praktizieren zu können
• Ein polarisierender Arbeitsmarkt, der gering Qualifizierten keine Möglichkeiten mehr bietet und der Arbeitnehmer nach ethnischer Herkunft, Alter und Geschlecht bewertet
• Selektierende Bildungsinstitutionen
• Die Reduzierung sozialstaatlicher Absicherung
• Zunehmende räumliche Trennung in den Städten

Die Verhinderung einer dauerhaften und sich verstärkenden sozialen Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen aus dem Arbeitsmarkt und der Gesellschaft ist daher auch die erklärte Zielsetzung der Bundesregierung. Im Armuts- und Reichtumsbericht wird festgehalten, dass sich eine Politik der Vermeidung sozialer Ausgrenzung nicht in der Sicherung materieller Grundbedürfnisse erschöpfen darf, sondern durch eine wirksame Aktivierungspolitik ergänzt werden muss. Da dauerhafte Abhängigkeit von staatlicher Fürsorge zur Verfestigung von Armut – teilweise über Generationen hinweg – führen kann, müssen alle Betroffenen unterstützt durch Angebote für Betreuung, Bildung und Weiterbildung befähigt werden, ihre individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen.

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